Nanomaterialien und Bio-Nano Grenzflächen

 

Die Arbeitsgruppe:

Forschungsthemen der AG Pachauri:

  • Systemintegration von Graphene- und anderen zweidimensionalen Materialien
  • Neue Materialien und Grenzflächen, z.B. van der Waals, für Sensorenwendungen
  • Informatik der Bio-Nano Grenzflächen
  • Biomolekulare Programmiermethoden
  • Evolution der Bio-Nano Grenzflächen

Der Gruppenleiter:

Dr. Vivek Pachauri studierte Chemie und Biowissenschaften (2000-2005) an der Dr. Bhim Rao Ambedkar Universität Agra, Indien. Im Jahr 2005 erhielt er ein Forschungsstipendium des renommierten Jawaharlal Nehru Centre for Advanced Scientific Research (JNCASR) in Bangalore auf dem Gebiet der Chemie. Nach seinem Grundstudium startete er seine wissenschaftlichen Arbeiten im Govt. of India Department of Science and Technology Unit on Nanoscience and Nanotechnology (UNANST-DST), das am Indian Institute of Technology Madras (IIT Madras) ansässig ist. 2006 wechselte er im Rahmen eines Forschungsstipendiums an das Department of Chemistry des Indian Institute of Technology Delhi (IIT Delhi) und arbeitete im Bereich der Sol-Gel-Chemie zur Synthese von Chalkogenen. Danach kam er im Jahr 2007 für seine Doktorarbeit nach Deutschland und wechselte an das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung (MPI-FKF) Stuttgart ins Institut für Nanowissenschaften unter der Leitung von Prof. Klaus Kern.

Dr. Pachauri begann seine Forschungskarriere mit der Untersuchung von chemischen Methoden zur Selbstorganisation von Nanomaterialien. Er befasste sich dabei mit der Systemintegration dieser chemiebasierten Nanomaterialien mit dem Ziel der Entwicklung bioanalytischer Plattformen. In seiner Doktorarbeit entwickelte er eine neue Klasse eindimensionaler (1D) ionensensitiver Feldeffekttransistoren (ISFETs) auf Basis von Halbleiter-Nanodrähten, die ortsspezifisch auf einem Chip durch lösungsbasiertes Selbstorganisationswachstum hergestellt wurden. 2011 promovierte Vivek Pachauri im Fach Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), Schweiz. Danach blieb Dr. Pachauri ein weiteres Jahr als Postdoc am MPI-FKF und arbeitete an neuen nanoskaligen Bauelementkonzepten für verschiedene Anwendungen zur Flüssigkeits- und optischer Sensorik auf Basis von 1D- und zweidimensionalen (2D) Halbleitermaterialien.

2012 wechselte Dr. Pachauri in die Biomedical Signalling Arbeitsgruppe der Fachhochschule Kaiserslautern unter der Leitung von Prof. Sven Ingebrandt und begann mit Aktivitäten zur Bottom-up Systemintegration von Graphen-basierten Materialien sowie zur Herstellung von Silizium-basierten Nanodraht ISFETs für Biosensoranwendungen. Anfang 2018 begann Dr. Pachauri seine Forschungstätigkeit am IWE 1 der RWTH Aachen und leitet aktuell eine Nachwuchsgruppe mit dem Schwerpunkt Nanomaterialien und Bio-Nano Grenzflächen.

Hauptinteressen der Arbeitsgruppe sind die Integration neuer Materialien, die Entwicklung von Bio-Nano Schnittstellen für neuartige Sensoren und die Nutzung solcher Verbundmaterialien für Post-CMOS Technologien. Dr. Pachauri hat mehr als 25 Fachartikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.