Graduiertenkollegs

 

Die Fakultät hat eine Reihe von Graduiertenkollegs der DFG und der EU eingeworben, in deren Mittelpunkt die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts steht.

Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

Eine Übersicht samt Ansprechpartnern finden Sie hier.

 

Graduiertenkollegs der DFG:

  • GRK 2415 - Mechanobiology in Epithelial 3D Tissue Constructs

    Die Beobachtung, dass die Mechanik zelluläre Prozesse so vielfältig wie Organbildung, Entzündung und Karzinogenese oder gar Embryoimplantation bestimmt, war die Keimzelle der DFG-geförderten Graduiertenschule MEƎT. Ziel der Forschung ist es, mechanische Rückkopplungszyklen aufzuklären, die die Funktion und Selbstorganisation von Zellen und Geweben in Raum und Zeit bestimmen.

    MEƎT vereint ein multidisziplinäres Team von Experten aus den Bereichen Biophysik, Stammzell- und Molekularbiologie, Materialwissenschaften, Biotechnik und Medizin. Der gemeinsame wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf der Mechanobiologie von oberflächenverkleideten Epithelien wie der Haut, die extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Unser Ziel ist es, das gewonnene Wissen für ein verbessertes Tissue Engineering und die Behandlung menschlicher Krankheiten zu nutzen.

    Sprecher: Professor Dr. Rudolf Leube
    Weitere Informationen zum GRK 2415 bei Youtube

  • GRK 2375 - Tumor-Targeted Drug Delivery

    Wirkstoffträgersysteme verbessern die Effizienz von Krebstherapeutika, indem sie deren Abbau verlangsamen, die Blutzirkulation verlängern, die Tumoranreicherung erhöhen und gesunde Organe schützen. Unterschiedliche Wirkstoffträgersysteme wurden erprobt, ihr Potential ist jedoch nicht ausgeschöpft. Hierfür ist eine enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Klinik, Tumorbiologie und chemischer Technologie erforderlich.
    Das Graduiertenkolleg wird Wirkstoffträgersysteme und neue Therapiekonzepte entwickeln, um Tumoren effizienter zu behandeln und Nebenwirkungen der Medikamente zu reduzieren. Innovative Produktionsprozesse sollen etabliert werden, die eine effiziente und reproduzierbare Produktion der Wirkstoffträgersysteme erlauben. Inter- und intraindividuelle Unterschiede des Tumorgefäßsystems und der Tumormikroumgebung werden mit Anreicherung, Penetration und Wirksamkeit der Wirkstoffträgersysteme korreliert. Zusätzlich sollen pharmakologische und physikalische Begleittherapien geprüft werden, um die Tumoranreicherung und Wirksamkeit der Wirkstoffträgersysteme zu erhöhen.
    Sprecher: Professor Dr. Fabian Kießling
    Stellvertretender Sprecher: Professor Dr. Twan Lammers

  • GRK 2416 - MultiSenses-MultiScales: Neue Ansätze zur Aufklärung neuronaler multisensorischer Integration

    Das Gehirn ist in der Lage, eine Vielzahl gleichzeitig eintreffender Sinneseindrücke scheinbar mühelos zu verarbeiten. Wie unser Gehirn dies leistet, ist wissenschaftlich nahezu unverstanden. Ziel ist, ein konzeptionelles und mechanistisches Verständnis multisensorischer neuronaler Verarbeitung auf verschiedenen Analyseebenen zu erreichen. Anspruch ist, Doktorandinnen und Doktoranden so auszubilden, dass sie fächerübergreifend in der Lage sind, unterschiedliche Karrierewege erfolgreich einzuschlagen. Die Basis dafür ist ein umfassendes Qualifizierungskonzept, dessen modulare Bestandteile einerseits neurowissenschaftliche Kernkompetenzen vermitteln, andererseits durch Flexibilität und innovative Elemente ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm garantieren.
    Sprecher: Professor Dr. Marc Spehr

  • IRTG 2150 - Neuronale Grundlagen der Modulation von Aggression und Impulsivität im Rahmen von Psychopathologie

    Ziel dieses Projektes ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie unterschiedlichen Faktoren wie Umwelt, traumatische Erfahrungen, Persönlichkeit, Geschlecht, Kultur und genetische Faktoren aggressives und impulsives Verhalten bei Menschen beeinflussen. Darüber hinaus sollen mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren wie etwa der funktionalen Magnetresonanztomographie, der Positronenemissionstomographie oder der Elektroenzephalographie die neuronalen Netzwerke sowie der Transport von bestimmten Botenstoffen im Gehirn analysiert werden, die für impulsives bzw. aggressives Verhalten mitverantwortlich sind. Den Nachwuchswissenschaftlern wird hierbei ein regemäßiger wissenschaftlicher Austausch, beispielsweise in jährlichen Winter Schools oder durch einen Aufenthalt an der Partneruniversität, ermöglicht.
    Sprecherin: Professorin Dr. Ute Habel

 

Marie Curie-Ausbildungsnetzwerke:

Neben den Graduiertenkollegs werden an der Medizinischen Fakultät auch eine Vielzahl extern geförderter Verbundvorhaben durchgeführt.