Die RWTH im Exzellenzwettbewerb

  Forscherin und Forscher führen ein Experiment aus Peter Winandy

Das von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) berufene internationale Expertengremium hat am 27. September 2018 drei Förderanträge der RWTH für neue Exzellenzcluster positiv beschieden, davon einer gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dies gaben die Bundesministerin für Bildung und Forschung und GWK-Vorsitzende, Anja Karliczek, und die Bremer Wissenschaftssenatorin und stellvertretende GWK-Vorsitzende, Professorin Dr. Eva Quante-Brandt, in Bonn bekannt. Damit zählt die RWTH Aachen zu den zwölf deutschen Universitäten, die mehr als zwei Cluster bewilligt bekommen haben, und zu den erfolgreichsten technischen Hochschulen im Land.

Kontakt

Telefon

work
+49 241 80 90115

E-Mail

E-Mail
 

Erstmalig gibt es eine dauerhafte Vereinbarung zur nachhaltigen Finanzierung der Universitäten auch durch den Bund, das heißt der Bund wird einige Universitäten institutionell mitfinanzieren. Ebenso hat man sich auf ein wissenschaftsgeleitetes Verfahren für die Entscheidung bezüglich der Förderung geeinigt. Das Fördervolumen beträgt 533 Millionen Euro jährlich – davon 75 Prozent Bund und 25 Prozent Länder.

Die Exzellenzstrategie wird nun in Form von zwei Förderlinien – Exzellenzclustern (EXC) und Exzellenzuniversitäten (EXU) – fortgeführt. Zunächst wurden die EXC ermittelt. Auf sie ist der Schwerpunkt der Fördermittel gerichtet – 385 Millionen Euro pro Jahr.

88 Förderanträge von 41 Universitäten waren begutachtet worden, 57 Anträge von 34 Universitäten wurden bewilligt. Seitens der RWTH sind dies die Clusteranträge „The Fuel Science Center – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen“, „Internet of Production“ und ML4Q – Materie und Licht für Quanteninformation gemeinsam mit der Universität zu Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Hier finden Sie mehr Informationen zu den Clustern. Sie werden für zunächst sieben Jahre mit jährlich zwischen drei und zehn Millionen Euro finanziert.

Die dauerhafte Förderung durch den Bund als Exzellenzuniversitäten ist zeitlich nicht begrenzt, wird aber in regelmäßigen Abständen evaluiert. Insgesamt soll es elf Exzellenzuniversitäten geben.

Im Juni 2012 ist die RWTH Aachen in die zweite Phase der Exzellenzinitiative gestartet. Sie ist in allen drei Förderlinien vertreten: Mit der Graduiertenschule Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science, AICES, den beiden Exzellenzclustern Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer und Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse, TMFB, sowie dem Zukunftskonzept II.

Das Zukunftskonzept trägt den Titel „RWTH 2020: Meeting Global Challenges. Die integrierte interdisziplinäre technische Hochschule“. Es trägt dazu bei, dass die RWTH sich zu einer der weltweit besten integrierten interdisziplinären technischen Universitäten entwickelt. Die damalige Entscheidung für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative an der RWTH stärkt somit die führende Rolle der Aachener Universität in Deutschland und ihre internationale Position.